Silkys erster Urlaub mit uns zusammen. Silky berichtet:
Gleich mal vornweg, der Urlaub war einfach Klasse, wenn ich auch am Anfang geglaubt habe, die Welt geht unter, weil da Sachen gepackt wurden und...... Ups, jaja Frauchen, ich weiß ja, jetzt habe ich mich selbst überholt. Okay, dann will ich mal schön am Anfang anfangen mit meinem Urlaubsbericht.
Also am Mittwoch, bevor wir losgefahren sind, hatte ich auf einmal das Gefühl, hier ist irgendwas seltsames im Busch. Frauchen fing auf einmal an herum zuräumen und wie wild zu bügeln und Taschen raus zukramen und dann kam der Hammer, sie fing an, meine Sachen zusammen zuräumen. Als 2 Packungen Trockenfutter und Leckerlis in der Tasche verschwanden, fand ich das ja noch lustig, aber als mein Kamm, die Bürste, mein Knuffel und am Ende MEIN FUTTERBALL in diese schwarze Tasche wanderten, dachte ich: "Jetzt ist alles aus. Die bringen mich wieder weg!"
Sicherheitshalber habe ich von Mittwoch auf Donnerstag Nacht neben der Tasche geschlafen, um ja nichts zu verpassen. Donnerstag war dann die Tasche auf einmal weg (Herrchen hatte sie ins Kämmerchen gestellt) und ich fühlte mich schon wieder sicher, bis Frauchen dann Abends anfing ihre eigenen Sachen zu packen. In so ein großes Ding, was die Menschen Koffer nennen. Da wußte ich genau was passiert, ich muß wieder ins Tierheim.
Besonders mißtrauisch war ich jetzt Herrchen gegenüber, denn so ein Männermensch hat mich beim letzten Mal ja auch weg gebracht. Ich war echt traurig. Hatte ich doch gerade angefangen, dieses Herrchen richtig lieb zu gewinnen und jetzt so was. Ich habe ihn immer, wenn er besonders lieb zu mir sein wollte ängstlich angeschaut und angeknurrt. Der sollte schon merken, daß ich mich diesmal nicht so einfach fügen würde.
Freitag war ich dann mit Frauchen noch mal beim Agility, da dachte ich fast, ich hätte mich getäuscht, aber als wir nach Hause kamen und ich die gepackten Sachen sah, wußte ich, meine Zeit hier ist abgelaufen.
Samstag früh passierte dann was ganz merkwürdiges. Um 4.OO Uhr früh klingelte der Wecker. Herrchen und Frauchen sind aufgestanden und Herrchen hat mich mit ins Bad genommen -das macht der sonst nie. Später habe ich heraus gefunden, Frauchen in der Zeit, meine Schlafhöhle zusammen gefaltet und verpackt hat. Die Beiden wollten mir nicht noch mehr Angst machen. Dann ging Frauchen mit mir Gassi und als wir zurückkamen, hatte Herrchen alles ins Auto gepackt und wir stiegen ein. Ich in meine Box und die Beiden vorne.
Tja und dann begann das Abenteuer. Ich habe erst etwas rumgejammert, weil ich ja immer noch dachte es geht ins Tierheim, aber da sich keiner für mein Gefiepe interessiert hat, habe ich es dann gelassen.
Nach einiger Zeit haben wir eine Pause gemacht und dann noch mal und irgendwann war Mittag und wir waren auf einem Berg. Frauchen sagte, das sei der Gotthardpaß und wir wären in der Schweiz. Naja, das sagt mir alles gar nichts, super fand ich allerdings den Bergesee dort und obwohl der schweinekalt war, durfte ich darin schwimmen und plantschen. Das war echt super.
Ja und dann waren wir irgendwann in Italien angekommen und wißt ihr was, als ich dort ausgestiegen bin und mit Frauchen vom Gassi wieder kam, stand doch dort im Schlafzimmer meine Schlafhöhle. Da bin ich dann doch ins grübeln gekommen, wie die dahin gekommen ist. Habt ihr auch manchmal den Eindruck Eure Menschen können zaubern. Ich meine, daß Frauchen hinten Augen hat und auch um die Ecke gucken kann, weiß ich ja inzwischen, aber eine Schlafhöhle hinzaubern war was Neues. Oder hatte das vielleicht was damit zu tun, daß Frauchen das Ding morgens eingepackt hat?? Naja, wie auch immer, mein Bett war vor Ort und so nach und nach sind auch mein Knuffel und mein Futterball aufgetaucht.
Ich war aber dem Herrchen gegenüber noch einige Tage sehr reserviert und habe ihn auch sicherheitshalber ab und zu noch angeknurrt, aber irgendwann war mir klar, die bringen mich nicht irgendwohin, nein, die nehmen mich mit und das ist doch ein himmelweiter Unterschied.
Tja, und dann begann eine wunderschöne Zeit, mit schwimmen, sonnen, plantschen, Pizzaränder verputzen und Pasta essen. Ich bin mit Herrchen auf dem Garibaldihügel herumgeklettert und hing einmal sogar über dem Abgrund, aber Herrchen hat mich gleich wieder zurück geschaukelt. Ich weiß jetzt auf alle Fälle, ich kann mich auf meine Menschen verlassen und am Ende vom Urlaub, hatte ich nicht mehr Angst, dass mich irgendwer irgendwohin bringt, sondern habe nur noch aufgepasst, dass mich die Beiden nicht aus Versehen vergessen, denn Bella Italia ist nur Bella mit meinen Menschen.









