Als ich Ende 2005 in einem Forum zum ersten Mal von B.A.R.F. gehört habe bzw. davon, daß es Menschen gibt, die ihre Hunde mit rohem Fleisch, Obst und Gemüse ernähren, war mein erster Gedanke "So ein Quatsch!".
Irgendwie hat es mich aber dann doch nicht losgelassen, daß man seinen Hund auch mit selbst gemachtem Futter gesund ernähren kann und kein industriell gefertigtes Hundefutter braucht. Mir war vorher nie der Gedanke gekommen, das, was in unserem Trocken- und Dosenfutter drin ist, zu hinterfragen. Für mich stand, ohne großes Nachdenken fest, daß die Industrie schon alles richtig macht und ich meine Hunde mit dem Fertigfutter richtig, gut und gesund ernähre.
Angeregt durch die Beiträge in dem Forum fing ich an mich zu informieren. Ich durchforstete einschlägige Internetseiten, las mich durch unzählige Forenbeiträge und kaufte mir die wenigen Bücher, die es auf dem deutschen Markt zu dem Thema gibt. Einige Wochen später ging meine erste Bestellung an einen Tierfleischversender raus und kurz darauf wurde aus meinem trockenfutterverwöhnten Cocker Silky, ein echter Barf-Hund und das von heute auf morgen, ohne irgendwelche Probleme bei der Umstellung.


Als dann ein paar Monate später Velvet bei uns einzog, war es vom ersten Tag an kein Thema, auch sie war sofort begeistert von der neuen Ernährung und trauerte ihrem Fertigfutter keine Sekunde nach.


Ich habe es nie bereut, diese Ernährungsumstellung gemacht zu haben und auch wenn meine Hunde ab und an auch mal eine Handvoll Trockenfutter bekommen (Dummfrauchen vergisst manchmal was aufzutauen) und dieses auch mit Begeisterung futtern, so lieben sie doch ihre rohe Ernährung über alles. Schönsten Beispiel war dafür unser erster Urlaub nach der Umstellung, in dem ich, mangels anderer Quellen zum großen Teil Trockenfutter gefüttert habe. Nach 10 Tagen sagte Silky "Nein" zum TroFu und bestand darauf, endlich mal wieder etwas Ordentliches zu futtern zu bekommen. Mit dem am nächsten Tag schleunigst eingekauften Hühnerflügeln war er mehr als zufrieden.
Doch nun genug der schlauen Reden, wer neugierig geworden ist und mehr über diese Alternative zur Ernährung mit industriell hergestelltem Futter erfahren möchte, dem gebe ich auf den nächsten Seite gerne ein paar Informationen zu dem Thema. Dies soll allerdings keine allumfassende Information sein, dies würde definitiv den Rahmen sprengen, sondern einfach nur eine Anregung, sich vielleicht mal mit diesem Thema genauer auseinander zu setzen.
Außerdem möchte ich noch darauf hinweisen, das ich hier meine Sicht der Dinge wieder gebe. Es gibt sicher Leute, die andere Ernährungspläne haben beim Rohfüttern, die weniger Fleisch und mehr Getreide für sinnvoll halten usw. Im Endeffekt muss jeder seinen eigenen Weg in der Ernährung seines Hundes finden, denn nicht zuletzt ist dies auch vom Hund selbst, dessen Gesundheitszustand, Alter, Rasse usw. abhängig.
An dieser Stelle, möchte ich auch gerne noch auf einen Artikel von Swanie Simon auf Ihrer Homepage www.drei-hunde-nacht.de hinweisen, der den Titel "Brimborium um BARF" trägt und dessen Lektüre ich nur jedem empfehlen und ans Herz legen kann. Denn Hundeernährung ist kein Glaubensbekenntnis, keine Wissenschaft für sich und auch kein Hexenwerk, wenn wir bereit sind, unseren gesunden Menschenverstand einzuschalten und anderen Meinungen gegenüber Toleranz zu üben.









